| Sehenswürdigkeiten |
Pamukkale, Kappadokien und das Taurusgebirge Viele Menschen sind vermutlich immer noch der Überzeugung, die Türkei eigne sich als preiswertes Reiseland lediglich für einen Badeurlaub. Weit gefehlt. Es gibt in diesem Land auf zwei Kontinenten, zwischen Istanbul und Adana, zwischen Ankara und Bodrum sehr viel mehr zu sehen und zu erleben, auch wenn nicht das ganze Land touristisch erschlossen ist. Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch von Pamukkale in der Nähe von Denizli. Oft werden in diese entlegene Gegend zwei- bis dreitägige Bustouren angeboten. Bei der Anfahrt sollte nicht zuviel erwarten werden, die Kalksinterterrassen (300 m breit) sehen aus einiger Entfernung ziemlich winzig aus. Erst aus der Näheis das faszinierende Wunder zu erkennen. Aus einer Quelle fließt 36 Grad warmes kalkhaltiges Wasser in die Tiefe. Der Kalk sondert sich ab und es entstehen Becken und schließlich Terrassen. Interessant ist dieses Schauspiel bei niedrigen Temperaturen, denn dann wirkt der heiße Wasserdampf beinahe mystisch. Gleich in der Nähe der weißen Terrassen kann die alte Ruinenstadt Hierapolis (Theater, Arkadenstraße, Nekropole) besichtigt werden. Sehenswert ist in der Türkei eine tolle Landschaft in Anatolien: Kappadokien. Die eigenartig geformten Tuffsteinfelsen sind ein echtes Naturwunder. Auch in diese Region werden Touristen-Busreisen unternommen. Besonders reizvoll ist es, sich vorzustellen, wie in den Höhlenwohnungen Menschen lebten und zum Teil noch leben. Auch finden sich hier unterirdische Städte, dessen Durchwandern äußerst interessant ist. Wer historische Touren unternehmen möchte, erhält in der Türkei genügend Gelegenheiten. Zwei berühmte Beispiele dafür sind Troja und Pergamon im Nordwesten des Landes an bzw. unweit der Mittelmeerküste. Das echte trojanische Pferd ist zwar nicht vorzufinden und ebenso wenige Ruinen in Troja, doch dafür wird der Tourist in Pergamon (Bergama) entschädigt, die Akropolis, die Tempelanlagen einschließlich Therme der antiken Stadt können angeschaut werden. Viel Geschichtsträchtiges zu sehen gibt es in Ephesos, wo vor mehr als 3.000 Jahren eines der sieben Weltwunder, der Artemistempel, stand. Erhalten sind Tempelanlagen, Agora, Theater, Therme sowie einige Wohnhäuser aus der Zeit von 300 vor Chr. bis 500 nach Chr. Die „Reste“ von Ephesos sind südlich von Izmir zu bewundern. Es wird empfohlen, für die Besichtigung genügend Zeit einzuplanen. Nach so vielen Ruinen-Besuchen bleibt kaum noch Zeit für andere Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise das antike, sehr gut erhaltene Theater von Aspendos nahe Antalya, die Wasserfälle von und bei Antalya, die Festung Kalesi in Alanya, die antiken Säulen nebst Theater in Side, die lykischen Felsengräber von Myra oder die berühmten Moscheen in Istanbul, um nur einige noch zu nennen. Eines dagegen ist noch zu empfehlen: Ein Ausflug in das landschaftlich schöne Taurusgebirge im Hinterland der Türkischen Riviera. |