Die Kultur Schottlands Die schottische Kultur ist weltweit bekannt für ihre Markenzeichen, den qualitativ hochwertigen schottischen Whiskey, den Dudelsack und den Kilt, einen karierten Männerrock, der von vielen traditionsbewussten Schotten auch heute noch bei wichtigen Anlässen getragen wird. Der berühmte Single Malt Whiskey wurde von den Schotten selbst zum zweit wichtigsten "Wunder Schottlands" gewählt. Schottland hat kulturell jedoch noch einiges mehr zu bieten. Während der Süden des Landes, die Region um die Southern Uplands, aufgrund der geographischen Nähe, kulturell stark vom benachbarten England beeinflusst wird, besitzt das restliche Schottland eine eigenständige Kultur, die bis heute auch von vielen Schotten stolz gepflegt wird. Aufgrund ihres jahrhundertelangen Unabhängigkeitskampfes gegen die Engländer legen die Schotten besonderen Wert auf die Eigenständigkeit ihrer Traditionen, und so wird in einigen Teilen des Landes noch das traditionelle Gälisch oder Scots neben der offiziellen Sprache Englisch gesprochen.
Die schottischen Traditionen sind zum Teil sehr alt und basieren noch auf dem Clan- System nach dem die schottische Gesellschaft über viele Jahrhunderte organisiert war. Dieses System spielte vor allem in den Highlands eine wichtige Rolle. So finden immer noch in über 100 Orten Schottlands jährlich so genannte Hochlandspiele statt, die an die alten Clan- Treffen angelehnt sind. Bei diesen Spielen messen sich die Teilnehmer in typisch- schottischen Sportarten, wie zum Beispiel dem Baumstamm- Weitwurf. Am Rande findet meistens ein buntes Volksfest mit viel Folklore, schottischem Essen und schottischer Musik statt. Bei den Hochlandtreffen dreht sich alles um die typisch schottische Musik, die mit einem Markenzeichen Schottlands, dem Dudelsack gespielt wird. Dieses Instrument stammt wahrscheinlich aus dem persischen Raum, hat jedoch in Schottland eine lange Tradition. Insgesamt spielt Musik in der schottischen Kultur eine wichtige Rolle, so gibt es in vielen Pubs Live- Musik, es finden aber auch regelmäßig große Festivals wie das St. Magnus Festival für Kammermusik in Kirkwall statt.
Auch Architektur und Kunst haben in Schottland eine lange Geschichte. So befinden sich in Schottland die ältesten Steinbauten Europas, die am Knap of Howar besichtigt werden können. Auch zahlreiche mittelalterlich Kirchen, Klöster und Burgen sind erhalten. Die Bauten aus der Zeit der Industrialisierung in New Lanark, Edinburghs Old uns Newton gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Glasgow hingegen ist eine moderne Metropole und eines der wichtigsten Kunst- und Designzentren Europas mit zahlreichen Museen und modernen Gebäuden. Die wichtigste Kunstsammlung Glasgows findet man in der Kelvingrove Gallery. In Edinburgh ist das Museum of Scotland mit Kunstwerken aus allen Epochen der schottischen Geschichte. Gesetzliche Feiertage gibt es in Schottland kaum, am wichtigsten ist Neujahr, das Hogmanay genannt wird.
Die schottische Küche genießt keinen besonders guten Ruf, ist aber vielfältiger als man denkt. Am bekanntesten ist wohl das Nationalgericht Haggis, es wird aus Innereien zubereitet, die in einem Schafsmagen gekocht, und mit Kartoffeln und Rüben serviert werden.
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