Sehenswürdigkeiten

Polens sieben Weltwunder

Hinsichtlich der polnischen Landeskunde weist das Land seine eigenen sieben Weltwunder auf, die es bei einem Polenbesuch zu besichtigen gilt.

Zum einen gibt es die Bronzetüren zu Gniezno, welche zu einem der schönsten Denkmäler romanischer Kunst in Europa zählen. Gniezno war die erste Hauptstadt Polens und ist damit sowieso eine Reise wert, doch was diese Türen so besonders macht, sind einerseits die 18 Szenen aus dem Leben des Heiligen Adalbert, die auf ihnen dargestellt werden und andererseits die Tatsache, dass die Türen in der örtlichen Glockengießerei im 19. Jahrhundert hergestellt worden sind.

Als zweites gilt es den Kulturpalast in Warschau zu besichtigen, der architektonisch nicht jedermanns Geschmack trifft, doch aber geschichtlich als Zeichen stalinistischer Unterdrückung Bedeutung erlangte und heute als Wahrzeichen Warschaus über die Stadt ragt.

Drittens hat die Hauptstadt Warschau einen Palast auf einer Insel anzubieten. Die ehemalige Sommerresidenz des letzten Königs wurde von französischen, italienischen und polnischen Künstlern errichtet und hat den Zweiten Weltkrieg fast völlig unbeschadet überstanden. Sie liegt im Warschauer Łazienki-Park direkt neben einer Kopie des antiken Theaters im Herculaneum.

Wer nun schon einmal in Polen ist, sollte es sich auch das vierte Wunder nicht nehmen lassen Bernstein zu suchen oder einfach zu kaufen. Das Land ist berühmt für seine großen Lagerstätten dieses versteinerten Baumharzes aus dem Tertiär und von der Ostsee über Kalisch nach Rom verlief die berühmte "Bernsteinstraße". In verschiedenen polnischen Museen, z.B. in Malbork oder Danzig kann man einige dieser wunderschönen Schmuckstücke bewundern.

Ein anderes Naturwunder Polens ist das fünfte Wunder, das Durchbruchstal des Dunajec. Hier bahnt sich der reißende Gebirgsfluss über mehrere Kilometer seinen Weg durch das felsige Pieniny-Gebirge und in Wieliczka kann man das sechste Wunder, ein tausende Jahre altes Salzbergwerk mit seinen in Salz gehauenen Kapellen und Skulpturen sowie wunderschönen Salzgrotten bewundern.

Und als so genanntes siebtes polnisches Weltwunder gilt der geschnitzte Altar in der Krakauer Marienkirche. 1489 beendete einer der größten spätgotischen Künstler, Veit Stoß, seine Arbeit an dem Hauptaltar der von drei Szenen aus dem Leben der Maria dominiert wird: Leben, Himmelfahrt und Krönung. Dieser Altar gilt als ein Meisterwerk seiner Art aufgrund der Ausdruckskraft der Figuren und wunderbaren Komposition.

Der kleine Ort Bunzlau, in dem die weltweit bekannte polnische Bolesławiec Keramik hergestellt wird, veranstaltet darüber hinaus jährlich am vorletzten Wochenende im August Keramiktage mit einem vielfältigen Angebot an lokalen Töpferwaren. Hier kann man günstig wunderschöne Qualität einkaufen.

Als letzten Tip sollte man auf der Reiseliste Zamosc nicht vergessen. Die Renaissance-Stadt aus dem 16.Jahrhundert im Südosten Polens gelegen, steht auf der UNESCO Liste des Weltkulturerbes und ist von den Kriegen verschont noch heute mit alten Stadtmauern umgeben und wunderschön anzusehen.
 
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