Kultur

Norwegen: Das Land der Museen

Norwegens Kultur besitzt eine einzigartige Vielfalt, sie ist gebündelt mit alten Traditionen, die mit neuen Traditionen aus dem Ausland gepaart wurden. Nicht nur in Museen oder Galerien wird dies äußerst deutlich, sondern sogar in der Landschaft spiegeln sich diese Einflüsse wieder. Selbst in den traditionellen Volkstrachten, die nur zu besonderen Ereignissen getragen werden, sind diese Einflüsse zu erkennen. Jedes Dorf besitzt dabei seine eigenen, farbenprächtigen Trachten.
Wer Museen liebt, ist in Norwegen gut aufgehoben, denn es verfügt über eine große Auswahl an Museen und Ausstellungen. Besonders die vielen Freilichtmuseen sind sehr empfehlenswert, dort werden alte Gebäude unter eine Art Denkmalschutz gestellt und ausgestellt. Oftmals werden auch spezielle Sonderausstellungen angeboten, gerade was Galerien betrifft, wechseln somit häufig die Ausstellungen, um gerade neuen Künstlern die Chance zu geben, ihre Werke auszustellen. Außerdem gibt es drei Ibsen - Museen (Grimstad, Skien, Oslo), wo der bekannte Dichter Henrik Ibson einige Jahre verbrachte und einige seiner bekannten Stücke verfasste. Diese drei Museen versuchen die Zeit, die Henrik Ibson in Norwegen verbrachte, wiederzuspiegeln. Wer es gerne größer liebt, ist besonders im Nationalmuseum in Oslo gut aufgehoben, wo sich Elemente aus Architektur, Kunst und Design vereinen.
Selbst Musikliebhaber sind in Norwegen richtig, denn mit ca. 90 Musikfestspielen pro Jahr, könnte man Norwegen sogar als eines der Länder mit den meisten Musikfestspielen überhaupt, bezeichnen. Beliebte Austragungsorte dieser Festspiele sind Bergen, Kongsberg, Stavanger, Oslo, Molde oder Elverum.
Die norwegische Küche ist besonders von Meerestieren geprägt, Lacks, Shrimps, Kabeljau und Stockfisch zählen zu den beliebtesten Vertretern auf dem Mittags- oder Abendtisch. Zum Frühstück zählt traditionsgemäß ein süßer brauner Ziegenkäse („geitost“) sowie marinierter Hering.
Aber auch an Aktivitäten hat Norwegen vieles zu bieten! Sei es zum Drachen – oder Gleitschirmfliegen, wunderschönen Spaziergängen durch die atemberaubenden Landschaften, diverse Wintersportarten oder einfachen, entspannenden Bootsfahrten. Für jeden Geschmack wird etwas geboten. Und wem das nicht genügt, der sollte zu einem der norwegischen Feiertage anreisen. Am 17. Mai herrscht Nationalfeiertag, an diesem politisch und patriotischen Tag ziehen vielerlei Gruppen mit wehenden Fahnen, Musik, Trachten, Umzügen und Reden durch die Orte. Gefeiert wird die erste Verfassung aus dem Jahre 1814 – der Tag der Befreiung aus 400 Jahren dänischer Herrschaft.
Die norwegische traditionelle Urbevölkerung („Samen“) genießt heut zu Tage den Stand als Minoritätengruppe. Sie leben überwiegend in Finnmark und besitzen ihr eigenes Parlament. Ihren Lebensunterhalt bestreiten sie wie ihre Vorfahren mit jagen, fischen oder der Rentierhaltung. Nebenbei stellen sie wunderschöne Kunst- und handwerkliche Produkte her, die gerade bei Touristen als Souvenir sehr geschätzt sind.
 
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