| Gastronimie |
Essen in Italien- Die mediterane Gesundheitsküche Neben der französischen, der chinesischen und der türkischen zählt die italienische Küche zu den variantenreichsten und größten Küchen der Welt. Pasta wird weltweit hoch geschätzt, italienische Kaffeespezialitäten sind bei Jung und Alt beliebt, und die wertvollen Weine Italiens erfreuen Feinschmecker in aller Herren Länder.
Schon im Altertum galt das Essen in Italien nicht als reine Nahrungsaufnahme, sondern wurde vielmehr als Ausdruck von Lebensfreude, Zufriedenheit und Tradition verstanden. Obwohl die italienische Kochkunst landschafts-, mentalitäts- und traditionsbedingt regional äußerst verschieden ist, hat sie doch einen allgemeingültigen Vorzug: ihre Ausgewogenheit und ihre gesunden Zutaten. Viele Kohlenhydrate in Form von Pasta, Brot oder Getreide, gesunde Fette wie Olivenöl, relativ wenig Einweiße wie mageres Fleisch und Fisch sowie zahlreiche Gemüsesorten kennzeichnen die Zusammensetzung typischer Mahlzeiten.
Dem Frühstück widmen die Italiener – wie fast im gesamten Mittelmeerraum üblich – verhältnismäßig wenig Zeit. Oft besteht die erste Mahlzeit lediglich aus einem italienischen Croissant oder dem Tramezzino, einem Toast mit leichten Belägen und Gemüse, sowie Kaffee. Häufig wird das Frühstück rasch und im Stehen eingenommen; viele Espressobars stellen in den Morgenstunden gar keine Sitzgelegenheiten zur Verfügung.
Die meisten Italiener sind mindestens eine mehrgängige Mahlzeit am Tag gewohnt, für die sie auch dementsprechend viel Zeit erübrigen. Generell finden das Mittagessen Pranzo und das Abendessen Cena für mitteleuropäische Verhältnisse relativ spät statt. Das Cena, die Hauptmahlzeit der Italiener, beginnt beispielsweise selten vor 21 Uhr und zieht sich oft über mehrere Stunden hin.
Die italienische Abendmahlzeit setzt sich traditionell aus drei oder vier Gängen zusammen, zu denen sich die ganze Familie bei Tisch versammelt. Der erste Gang besteht aus Antipasti, in Olivenöl gegrilltem Gemüse, sowie aus Meeresfrüchten, Schinken und Käse. Als erster Hauptgang werden in der Regel Pasta, Risotto oder Gnocci in verschiedenen Soßen und Kräutern oder auch Suppenspezialitäten gereicht. Der zweite Hauptgang stellt nach mitteleuropäischem Verständnis das eigentliche Hauptgericht dar. Zwei Beispiele aus der unüberschaubaren Zahl von Gerichten sind das Cacciucco, eine Speise aus Krebsen, Mollusken und Fischen in Tomatensoße, oder das Florentiner Steak, das in Salz, Kräutern und Olivenöl gegrillte Rindfleisch. Desserts, Eis oder Gebäck beschließen das üppige Mahl; Tiramisu oder Panna Cotta gehören zu den ausgezeichnetsten Süßspeisen.
Erstaunlicherweise ist die Pizza kein gesamtitalienisches Gericht, sondern eher im Süden des Landes verbreitet. In den nördlicheren Regionen Italiens steht die Pizza verhältnismäßig selten oder gar nicht auf dem Speiseplan.
Zu jedem Essen lieben die Italiener Wein, deren Land dutzende erlesener Rebsorten hervorbringt. Der Chianti aus der Toskana, der Orvieto aus Umbrien und der Marsala aus Sizilien sind nur einige der hervorragenden italienischen Weine.
Natürlich ist der Kaffee ebenfalls ein italienisches Nationalgetränk, und seine Zubereitungsmöglichkeiten sind so originell wie vielfältig. Er begleitet die Italiener über den ganzen Tag, wird als Cappuccino zum Frühstück, als Espresso nach dem Essen oder als eisgekühlter Caffe freddo an warmen Nachmittagen genossen.
Generell wird zum Kaffee, Wein und jedem Essen frisches Mineralwasser bereitgestellt.
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