Kultur

Französische Kultur und Lebensfreude

Die französische Kultur ist besonders vielseitig und reichhaltig. Sie definiert sich insbesondere über die Sprache und es finden in Frankreich zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt. Das Land kann außerdem eine lange Liste von Schriftstellern und Komponisten aufweisen. Zu den bekanntesten französischen Schriftstellern zählen unter anderem Montesquieu, Voltaire, Jean-Jacque Rousseau, Victor Hugo, George Sand, Charles Baudelaire sowie Simone de Beauvoir. Bedeutende Komponisten sind Georges Bizet, Claude Debussy, Charles Gounod, Jacques Offenbach, Maurice Ravel sowie Camille Saint-Saëns.
In Frankreich werden außerdem besonders die Feiertage gewürdigt wie beispielsweise der Tag des Sieges am 8. Mai, der Nationalfeiertag am 14. Juli sowie der Gedenktag des 1. Weltkrieges am 11. November. Ebenso ist auch die Kultur des Landes geprägt durch zahlreiche Brauchtümer. Ein bekannter Brauch ist das "Küsschen" unter Freunden. Es ist ein französisches Begrüßungsritual, bei dem ein Kuss auf die Wange angedeutet wird. Selbst unter Männern ist dieses Ritual üblich. Die Anzahl dieser Küsschen ist dabei regional unterschiedlich. Im Süden des Landes gibt man sich meist zwei Küsse auf die Wange, in Zentralfrankreich sind es dagegen oft drei. Die Ausnahme stellt der Norden des Landes mit vier Küsschen.
Ebenfalls ein beliebtes Ritual ist, den wichtigen Frauen im Familienkreis am 1. Mai einen Strauss Maiglöckchenblumen zu schenken. Eine nette Aufmerksamkeit, die im ganzen Land gepflegt wird.
Auch der 25. November ist ein besonderes Datum. Dies ist der Tag von Sainte Catherine, der Schutzpatronin der ledigen Frauen. Den ledigen Frauen, die in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag gefeiert haben, wird an diesem Tag ein Hut aufgesetzt. Diesen müssen sie den ganzen Tag lang tragen. Der Hut ist dekoriert mit Gegenständen aus dem täglichen Leben der Frau. Die Männer erkennen somit gleich, wer noch ledig ist und welche Hobbys die Frau hat.
Auch die zahlreichen Museen Frankreichs sind einen Besuch wert. Zu den besonders sehenswerten Museen zählen das Picasso Museum in Antibes, das Centre Georges Pompidou in Paris, der Louvre, das Fondation Maeght (ein Museum für zeitgenössische Kunst), das Musée d’Orsay sowie das Musée Rodin.
Ebenfalls von großer kultureller Bedeutung ist der Molière, der nationale Theaterpreis. Die Auszeichnung wurde nach dem bekannten Dramatiker Molière benannt und wurde erstmals im Jahr 1987 verliehen. Auch die alljährlichen Filmfestspiele von Cannes sind eine feste Institution. Im Jahr 1946 fanden sie zum ersten Mal statt.
 
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