| Kultur |
Die Kultur Bulgariens Bulgarien besitzt eine 5000 Jahre alte Geschichte, viele Völker haben ihre Spuren hinterlassen, vom ersten Menschen in der Steinzeit, bis zu Thrakern, Römern, Griechen oder Osmanen. Es gibt viele Kulturdenkmäler, sieben davon wurden zum Unesco Weltkulturerbe erklärt, wie die Kirche von Bojana oder das bekannte Rila-Kloster. Viele unter kommunistischer Führung geschaffene Feiertage wurden wieder abgeschafft und man besinnt sich auf alte Traditionen und religiöse Werte. Gesetzliche Feiertage in Bulgarien sind der 1. Januar, der 3. März (Nationalfeiertag), Ostermontag, der 1. Mai, der 24. Mai (Tag der bulgarischen Kultur und Bildung) und der 1. Weihnachtstag. Namenstage werden gross gefeiert, allerdings wird dazu nicht eingeladen, Gäste kommen spontan vorbei und bringen kleine Geschenke mit. Am Neujahrstag ziehen die Kinder mit Ruten von Haus zu Haus, wünschen Glück und verdreschen die Erwachsenen. Der 6. Januar ist der Jordanstag, ein Kreuz wird ins Wasser geworfen und von den jungen Männern wieder an Land geholt. Am 14. Februar ist der Tag des Winzers, die Winzer ziehen in die Weinberge und beschneiden ihre Rebstöcke. Der Winter wird am 1. März verabschiedet, man überreicht sich die "Martenica", zwei kleine rot weisse Troddeln an Fäden, diese sollen, an einen Baum gebunden von den ersten Störchen mitgenommen werden und Glück bringen. Anfang März beginnt die Fastenzeit, Männer in Tierkostümen ziehen durch die Dörfer. Das Festival der Rosen findet im Juni statt, das Ritual der Rosenernte wird von Folkloreprogrammen begleitet. Am Heiligen Abend werden 7-9 Gerichte aufgetischt, Mittelpunkt ist ein Brot mit eingebackener Münze, die dem Finder Glück im neuen Jahr verheisst. An Silvester sind Feuerwerk und Sekt ebenfalls Tradition, Väterchen Frost bringt die Neujahrsgeschenke, danach wird Blätterteiggebäck, ähnlich den chinesischen Glückskeksen gegessen. Zum reichen Kulturerbe Bulgariens zählen auch etliche Volkslieder, die von Frauenchören in beeindruckender Weise vorgetragen werden. Die Kunst des Töpferns wurde über Jahrhunderte weitergegeben, typisch sind Krüge mit verlängertem Hals und flache Flaschen. Museen dokumentieren bulgarische Kultur sehr vielfältig, in Sofia kann man das Haus des Schriftstellers Ivan Vazow ("Unter dem Joch") besichtigen, Gebrauchsgegenstände, Schmuck und Ausrüstungen findet man im Archäologischen Museum. In Melnik kann man in einem 1815 erbauten Haus mit geschnitzten Zimmerdecken die Stadtgeschichte mitverfolgen. Grabstätten aus der Bronzezeit und byzantinische Goldmünzen aus dem 12. Jahrhundert zeigt das Archäologische Museum in Plovdiv. 50 000 Stücke aus vorgeschichtlicher Zeit bis ins Mittelalter kann man im Archäologischen Museum in Varna bestaunen. Auch lohnt ein Besuch in Sofias Theatern. Im Theater "Ivan Wasow" werden Opern und Balletts aufgeführt, das Theater "Salsa i smjach" zeigt verschiedene Showprogramme. Bulgarien, das sind nicht nur prächtige Gebirge und weisse Strände sondern das ist auch ein breite Kulturlandschaft, die es auf jeden Fall lohnt zu entdecken. |