Montpellier

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Auf einem herrlichen Hügel erhebt sich die französische Stadt Montpellier, die zugleich die Hauptstadt der Region Languedoc-Roussilon ist. Die lebendige Studentenstadt liegt nur ungefähr zehn Kilometer entfernt von der wunderschönen mediterranen Mittelmeerküste des Golfe de Lion. Zahlreiche kleine Plätze, mit den für Frankreich so typischen Cafés, umsäumen die schmalen Gassen der autofreien und historischen Altstadt. Etwa 250.000 Menschen leben in Montpellier von denen etwa 60.000 Studenten der ansässigen Universität sind. Weltweite Bekanntheit erlangte die Stadt durch ihre medizinische Fakultät, die schon vor einigen hundert Jahren den Ruf als Zentrum verschiedener Kulturen hatte.

Als eine der wenigen Städte Frankreichs kann Montpellier auf eine Vergangenheit zurückblicken ohne den Einfluss beziehungsweise Hintergrund des Römischen Reiches. Erstmals wurde die Stadt am 26. November 986 in einem Dokument erwähnt. Damals überschrieb der Graf Bernard de Melgueil das Land zwischen dem Fluss Lez, dem Antiken Via Domitia und La Mousson dem Grafen von Toulouse Wilhelm III. Die Erben des Grafen von Toulouse errichteten nach dessen Tod eine Burg, in der eine Kapelle sowie ein Schloss untergebracht wurden. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten entwickelte sich Montpellier durch seine ausgezeichnete Lage an der Vi Domitia, zwischen Italien und Katalonien zu einem erfolgreichen Handelszentrum, das ideale Verbindungen über das Mittelmeer in den Norden Europas und nach Spanien besaß.

Heutzutage wird die Stadt von zahlreichen Weinbergen, Seen und Flüssen, sowie von Heide umgeben. Die Bewohner und Besucher Montpelliers werden mit mehr als 300 Tagen Sonnenschein verwöhnt. Geprägt wird das Stadtbild von wunderschönen alten Bürgerhäusern und prunkvoll errichteten Herrenhäusern. Ein besonders schöner Ort um die Eindrücke der Stadt auf sich wirken zu lassen ist der Platz um die Kirche Saint Roche. Hier spürt man das Savoir Vivre, die Kunst das Leben zu genießen. Eine eindrucksvolle Mixtur aus Geschichte und Architektur entdeckt man, bei einem Bummel durch die schmalen mittelalterlichen Gassen, in denen zahlreiche historische Bauwerke wie die Place de la Comédie versteckt sind. Direkt an dieses ehrwürdige Gebäude grenzt das neoklassizistischen Wohnviertel Antigone. Von dem katalanischen Architekten Ricardo Bofil wurde Antigone einst, als ein postmodernes Bauprojekt geplant und errichtet.

Wer sich für Kultur interessiert, wird in Montpellier voll auf seine Kosten kommen. Unzählige Sehenswürdigkeiten, wie der Triumphbogen Porte du Peyrou, welcher nahe dem Palais de Justice gelegen ist, die Kathedrale von Saint Pierre oder auch das aus dem 17. Jahrhundert stammende Aqueduc de Saint-Clément laden zu einer ausgiebigen Sightseeingtour durch die Studentenstadt ein. Einst diente das Aqueduc de Saint-Clément zum Transport von Wasser, welches aus der 14 Kilometer entfernten Quelle St. Clément bezogen wurde. Von dem höchsten Punkt des Altstadthügel Montpelliers können die Besucher noch heute sehen wie sich das Aquädukt auf einer Länge von 800 Metern über den Stadtteil Les Arceaux erstreckt. Auch sollte man bei einem Urlaub in Montpellier den Botanischen Garten, welcher im Jahre 1593 angelegt wurde und somit der älteste seiner Art in ganz Frankreich ist, besuchen.

 
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